Gespräch mit der FUE Hairtransplant Hamburg

Seit wann gibt es FUE- Hairtransplant ?


Die FUE-Hairtransplant GmbH wurde im Jahr 2005 gegründet. Seit dem operieren wir regelmäßig Patienten aus ganz Deutschland und immer häufiger auch aus dem Ausland.

Wer ist der Transplanteur ?


Unsere leitende Ärztin ist Frau Dr. med. Silja C. Reuter. Sie hat nach Tätigkeiten in der plastischen Chirurgie die Technik der FUE u. a. auch im Ausland erlernt und operiert seitdem erfolgreich unsere Patienten hier in Deutschland.
Um auf dem Gebiet der Haartransplantation immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, stehen wir in ständigem Kontakt mit nationalen und internationalen Fachkollegen.

Seit wann gibt es FUE ?


Die Geschichte der Haartransplantation reicht bis zur ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts zurück. Die FUE- Methode wurde dagegen erst Anfang der 90er Jahre von den australischen Ärzten Dr. Ray Woods und seiner Schwester Dr. Angela Campell entwickelt. Seit dem hat sich diese schonende Methode immer weiter verbreitet.

Welchen Vorteil bietet FUE gegenüber der klassischen Haartransplantation ?


Bei der klassischen Haartransplantation wird am Hinterkopf ein großer haartragender „Hautlappen“ herausgeschnitten. Diese sehr ausgedehnte und auch recht tiefe Wunde muss danach genäht werden, während mehrere Assistenten den Hautlappen zerkleinern, um daraus die einsetzbaren Grafts (= Transplantate) zu erhalten. Die resultierende Narbe am Hinterkopf kann 1 mm bis 1 cm Breite (selten sogar noch breiter) und bis 25 cm Länge erreichen. Kurzhaarfrisuren sind aufgrund der Narbe nicht mehr möglich. Häufig bleiben auch Spannungen oder sogar Taubheitsgefühle im Bereich des Hinterkopfes als Resultat der Narbe für immer zurück.
Bei der FUE- Methode dagegen wird jedes einzelne Graft (entspricht ca. 1- 4 Haaren) mittels einer äußerst feinen Hohlnadel im Bereich des Hinterkopfes schonend umstochen und herausgelöst. Eine lange Narbe entsteht somit nicht. Es verbleiben lediglich an den Entnahmestellen der Grafts winzigste helle Pünktchen, die auch bei sehr genauem Hinsehen bereits bei sehr kurzen Haaren nicht mehr zu sehen sind. Bei der FUE- Methode verbleibt immer eine gewisse Anzahl an Grafts im Spenderbereich, so dass es zu keiner merklichen Ausdünnung kommt. Bei dieser Methode kann sehr flexibel eine kleine oder große Anzahl an Grafts entnommen werden. Es werden KEINE Grafts durch einen Hautschnitt unwiederbringlich beschädigt, sondern alle entnommenen Grafts können nach einer anschließenden Qualitätsprüfung auch eingesetzt werden. Sollte einmal die Menge an nötigen Grafts nicht ausreichen, dann können mit der FUE- Methode auch Haare vom Körper (sog. Bodygrafts) entnommen und auf den Kopf transplantiert werden.

Die klassische Haartransplantation scheinen Sie nicht anzubieten, ist das so ?


Aufgrund der o. g. Nachteile einer klassischen Haartransplantation nach der Streifenmethode, haben wir uns entschlossen diese Methode nicht anzubieten. Für uns stehen die Risiken dieser Methode nicht im Verhältnis zu deren Ergebnis.

Ist es wahr, das man auch Körperhaare verpflanzen kann ? Diese sind doch viel kürzer und evtl. auch nicht so glatt bzw. andersfarbig.


Körperhaare (z. B. von der Brust) passen sich nach und nach in allen Eigenschaften zu einem gewissen Grade den umliegenden Kopfhaaren an. Übrigens verwendet man sie gerne weiter hinten am Kopf und zum Auffüllen lichter Areale. Dort fällt die etwas andere Struktur nicht so ins Gewicht wie ganz vorne an der Haarlinie. Und nicht zuletzt sind Patienten mit bereits sehr weit fortgeschrittenem Haarausfall schon froh, wenn sie durch die Verwendung von Brusthaaren die Anzahl der transplantierbaren Haare vergrößern können.

Können auch fremde Haare transplantiert werden ?


Theoretisch möglich wäre dies schon, aber die Abstoßungsreaktion des eigenen Körpers gegen körperfremdes Material (in diesem Fall fremde Haarwurzelzellen) könnte nur durch starke Medikamente (mit teilweise erheblichen Nebenwirkungen) unterdrückt werden. Dies steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Auch ist die Haarstruktur sehr individuell. Nicht allein die Haarfarbe macht diesen Unterschied aus, sondern auch die Dicke des Haares oder dessen Beschaffenheit (z.B. kraus, wellig oder glatt, etc.). Allein einen passenden Spender zu finden wäre schon eine große Herausforderung. Aus all diesen Gründen würde niemals ein Arzt körperfremder Haare transplantieren.

Wie viele Haare können an einem Tag transplantiert werden ?


Die Menge der pro Tag transplantierten Haare hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen kommt es auf die Erfahrung und Geschicklichkeit des Arztes, bzw. auch dessen Team an. Des weiteren kann z.B. bei bestimmten Patienten die lokale Betäubung schneller nachlassen, so dass viel Zeit in die Wiederholung der Narkose investiert werden muss. Auch ob die Blutungsneigung bei einem Patienten höher ist als bei einem anderen, kann die Dauer der Behandlung beeinflussen. Bei zu hoher Geschwindigkeit bei der Transplantation sehen wir andererseits die Gefahr des unsorgfältigen Arbeitens. Wir transplantieren durchschnittlich 800 Grafts pro Tag.

Ist jeder für eine Haartransplantation geeignet ?


Leider nicht. Denn viele schwere innere Krankheiten, Hormonstörungen und Autoimmunkrankheiten gehen mit Haarausfall einher. Hier darf keine Haartransplantation gemacht, sondern es muss die Grundkrankheit behandelt werden! Auch Personen mit zu wenig Spenderhaar, z.B. Norwood Klasse 7 (NW7) mit nur einem kleinen spärlichen Hinterkopf- Kranz an verbliebenen Resthaaren und ohne genügend kräftige Körperhaare (die man als Bodygrafts verwenden könnte) sind für eine gewöhnliche Haartransplantation mit dichter Haarlinie ungeeignet: Es können nicht genug Spender- Grafts gewonnen werden, die für ein akzeptables Ergebnis nötig wären. Allerdings ist es z. B. möglich, eine Glatze mit NW7 in eine mit NW6 oder eventuell sogar NW5 umzuwandeln. Dies ist zwar nur ein kleiner Schritt, aber viele Männer sehen darin für sich auf jeden Fall eine erfreuliche Verbesserung, die man ihnen auch anbieten sollte.

Gibt es auch eine Möglichkeit, wieder jugendlichen Haarwuchs zu erreichen ?


Dies kommt natürlich auf den Haarausfall- Grad (NW- Grad) an. Natürlich kann man bei einem Patienten mit nur geringem Haarausfall (z. B. NW 2) wieder das Bild wie vor Haarausfall herstellen (NW 0). Es handelt sich hier natürlich meist um noch sehr junge Patienten. Daher ist hierbei extreme Vorsicht geboten wegen der großen Gefahr des Voranschreitens des Haarausfalls. Im ungünstigsten Fall bleiben die transplantierten Haare an der Stirn und in den Geheimratsecken erhalten, während die weiter hinten gelegenen ortständigen Haare weiter ausfallen. Dies führt dann zu sehr unschönen Haarinseln in den Geheimratsecken und an der Stirn, die dann oft auch durch erneute Transplantationen nicht optimal behandelt werden können. Daher kann man solch eine intensive Therapie bei sehr jungen Männern nur bei den günstigsten Prognose- Parametern anbieten. Solch günstige Parameter sind aber leider nur eine sehr seltene Konstellation.

Bei schon etwas weiter vorangeschrittenem Haarausfall ist die Schaffung einer ganz jugendlichen Haarsituation kaum mehr möglich - und würde auch meist gar nicht zu den Patienten passen, die ja meist keine "teens" mehr sind. Daher kann man hier mit einer Haartransplantation sehr viel erreichen. Sehr erfreuliche Verbesserungen, die mancher Patient gar nicht für möglich hielt, sind möglich. Solche Patienten sind daher ideale Kandidaten für eine Haartransplantation.

Bei sehr weit fortgeschrittenem Haarausfall (z. B. NW 7) kann man auch gute Verbesserungen erzielen. Von Vorteil ist hier auch die gute Planbarkeit, da der Haarausfall oft schon abgeschlossen ist. Es wird allerdings schwieriger, sofern der Patient Wünsche nach sehr intensiver Verbesserung hat. Diese sind meist nicht mehr in die Tat umzusetzen. Möglicherweise kann man nämlich hier nicht mehr genügend Spender- Grafts gewinnen, um eine neue Haarlinie zu formen und gleichzeitig auch die umfangreichen kahlen Areale dahinter adäquat aufzufüllen.

Neue Möglichkeiten ergeben sich jedoch durch die Kombination mit einem Zweithaarsystem. Besonders die Kombination „Haarteil – transplantierte Haarlinie“ bietet die Chance, Natürlichkeit und Haardichte wunschgemäß zu gestalten. Einige Zweithaarstudios haben sich auf diese Möglichkeit spezialisiert und stimmen die optimale Vorgehensweise mit uns ab.

 

Mehr Infos zur Fue Haartransplantation finden Sie unter www.fue-haartransplantation.com