Miriam aus NRW über ihre Fettabsaugung......

"Jeder der sich schon einmal überlegt hat die ein oder andere operative Veränderung an sich vorzunehmen weiß mit welchen Fragen man sich auseinandersetzt. So auch bei mir. Die Fettpolster an meinen Hüften, am Bauch, an der Taille und den Oberschenkelinnenseiten störten mich ungemein. Ich hatte zwar schon einiges versucht, und auch Gewicht verloren, aber nicht an den Stellen, die mich störten. Trotz Sport war dort war dort anscheinend nichts zu machen. So habe ich nach langem Überlegen den Entschluss gefasst, eine Fettabsaugung machen zu lassen. Zum diesem Zeitpunkt war ich 26 Jahre jung. Nach meiner Informationssuche im Internet habe ich mir einige Ärzte ausgesucht, bei denen ich mich dann beraten lassen wollte. Bei einem der anschließenden Gespräche wurde mir dann ganz lapidar eröffnet, das es sich bei mir um ca. 5 Liter handeln würde, die man aber ambulant unter Vollnarkose entfernen könne. Es war weder von Krankenhausaufenthalt, noch von Regelblutungen noch von der Pilleneinnahme die Rede. Alles in Allem sei das ein Routineeingriff. Nun belief sich der genannte Preis bei ca. 5500 Euro. Wieder zu Hause musste ich das Gespräch erst einmal verarbeiten und entschied mich später nochmals auf gründlichste Arztsuche zu gehen, denn meinem Gefühl nach war dies nicht die richtige Arztwahl. Nach mehreren Telefonaten, Informationsmaterial und reichlichen Überlegungen, entschied ich mich für den Arzt meines Vertrauens. Nachdem dann endlich der Termin feststand und ich ein Hotel gebucht hatte, rückte der Termin rasch immer näher. Ich entschied mich für die Fahrt mit der Bahn, da ich allein, ohne Begleitung anreisen musste. Alles in Allem war die lange Fahrt sehr angenehm, obwohl ich einmal umsteigen musste. Am Bahnhof angekommen erwartete mich, wie verabredet, mein Taxi, das mich direkt zur Klinik brachte. Bei dem ersten Gespräch vor Ort mit Untersuchung meiner Problemzonen erklärte mir der Arzt haargenau, wie er vorgehen würde. Es ist übrigens zwingend notwendig, das zum OP-Termin weder  eine Erkältung noch Regelblutungen vorliegen. Die OP findet ansonsten nicht statt! Mir wurden  Bilder von Patienten gezeigt und man empfahl mir mind. 2 Nächte in der Klinik zu bleiben. Nachdem man mir nochmals versicherte, das eine Operation bei mir nicht nur möglich sondern auch erfolgsversprechend sei, sollte der Eingriff am nächsten Tag stattfinden. Ich entrichtete den restlichen Betrag (OP-Anzahlung hatte ich vorher schon gemacht) und ließ dann noch die notwendigen Blutuntersuchungen, EKG etc. über mich ergehen. In einem netten kleinen Hotel verbrachte ich eine Nacht, in der ich vor Nervosität kaum zum schlafen kam.. Am Morgen holte mich ein Taxifahrer im Hotel ab. In der Klinik angekommen bezog ich erst mal mein Zimmer und wartete auf eine letztmalige Untersuchung. Dann wurden erst einmal Fotos gemacht und die abzusaugenden Areale eingezeichnet. Nun hieß es warten. Gegen 13 Uhr war es dann soweit: ich bekam mein OP Hemd übergestreift und die Thrombosestrümpfe angezogen, anschl. folgte ich meiner Begleitung in den Operationssaal. Ich hatte den Eindruck, dass sowohl mein Zimmer als auch der OP sehr modern eingerichtet waren. Auf dem OP Tisch haben mich dann sehr nette Schwestern betreut und kaum war der Zugang gelegt, entschlummerte ich schon ins Land der Träume. Nach ca. 3 Stunden und 4,7 Litern erwachte ich in meinem Bett, wo auch sofort wieder Schwestern zur Stelle waren. Erst einmal bekam ich eine paar Schmerzmittel und jede Menge Tee. Jede halbe Stunde versorgte man mich mit Teeschlucken aus dem Strohhalm (aufrechtes Sitzen war noch nicht möglich). Die Schmerzen ließen rasch nach, aber ich fühlte mich einfach sehr müde. Mein Lacken wurde mehrfach gewechselt, da Restflüssigkeit aus den Wunden lief. Nach etlichen Stunden erholenden Schlafes kam ich morgens rechtzeitig zum Frühstück zu mir. Nun. waren meine ersten, etwas wackeligen, Gehversuche ins Badezimmer angesagt. Der erste Schritt war getan, rasch wurde ich beweglicher. Gegen Mittag war die nächste Untersuchung angesagt. Mit vereinten Kräften wurde das Mieder ausgezogen, um die Schnitte zu verarzten und anschl. Fotos zu machen. Es schien sehr gut gelungen, so dass mein Arzt und ich zufrieden waren. Nach 2 weiteren Nächten (auf eigenen Wunsch hängte ich eine 3. Nacht an) wurde ich von einem Taxifahrer abgeholt. Mit Medikamenten und Miedern versorgt trat ich den Heimweg an. Irgendwann abends kam ich zu Hause an. Ich war nun wirklich froh gewesen, das ich die Bahn gewählt hatte, so konnte ich aufstehen und herumlaufen und musste nicht nur sitzen, denn das bereitete mir auf Dauer doch Probleme. Ich hatte wirklich viele blaue Flecke und auch die Schwellungen hielten noch lange danach an. Trotzdem feierte ich 2 Wochen nach meiner OP bereits eine Halloweenparty mit meinen Freunden. Letztlich bin ich zwar zufrieden mit dem Ergebnis und vor allem auch mit dem gesamten Ablauf, dennoch werde ich mir wohl noch einmal das Fett am Bauch und der Hüfte absaugen lassen, da ich mich nach meiner Schwangerschaft noch mal ein wenig verändert habe. Ich werde auf jeden Fall wieder die gleiche Klinik wählen und dort evtl. auch später mal meine Brust vergrößern lassen. Neben der tadellosen Betreuung während meines Aufenthaltes konnte ich mich auch jederzeit telefonisch oder per E-Mail an meinen Arzt wenden, wenn ich Fragen hatte. Ich fühlte mich gut betreut und beraten. Ach, mir fällt noch ein: Hätte ich mich gegen diese Operation entschlossen, z. B weil mich der Mut verlässt, hätte ich mein Geld auch unverzüglich zurück bekommen. Alles in Allem habe ich knapp 2800 Euro für die Fettabsaugung bezahlt."