
Die Technik hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Brustform und dem Maß der Absenkung sind die Gewebebeschaffenheit und das Wunschergebnis ausschlaggebend. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wobei sicherlich für Patientin und den Chirurgen neben der Form auch die geringstmögliche Narbenbildung ausschlaggebend ist.
In den verschiedenen Operationstechniken wird das überschüssige Hautgewebe entfernt und der Warzenhof verkleinert, ggf. wird auch das Einsetzen eines Implantates als notwendig erachtet. Mittlerweile gibt es mehr als 20 unterschiedliche Schnittführungen, die angewandt werden können.
Handelt es sich z.B. um eine kleine und nur wenig hängende Brust, kann ein Schnitt um die Brustwarze notwendig sein, bei dem der Warzenhof verkleinert und ein Stück weit heraufgesetzt wird. Unter Umständen auch ein Implantateinsatz. Bei stark hängenden Brüsten wird aber oftmals die Schnittführung um den Brustwarzenhof herum, senkrecht hinunter zur Brustumschlagfalte, durchgeführt. Neben der Verkleinerung der Brustwarze wird dann auch überschüssiges Hautgewebe entfernt und die Brust neu modelliert.
Welche Schnittmethode letztendlich gewählt wird hängt von der individuellen Brust und der Erfahrung des Chirurgen ab. Wird kein Drüsengewebe entfernt, kann die Stillfähigkeit erhalten werden.
Vor der Operation werden die Brüste vom behandelnden Arzt genau vermessen und zusammen mit der Patientin der Rahmen der Möglichkeiten abgesteckt. Anschließend wird die Schnittführung eingezeichnet. Nachdem die Mastopexie in Vollnarkose eingeleitet wurde, werden die Schnitte entlang der Markierungen durchgeführt. Anschließend wird die Brustwarze und ein Teil des Drüsengewebes nach oben versetzt und mittels einer Naht in der gewünschten Position fixiert. Nun kann mit dem Hautmantel die Form der Brust modelliert werden. Die Operation wird dann mit dem Einlegen der Drainagen und einem Verband abgeschlossen.
Leichte Schmerzen nach der Operation durch Blutergüsse sind normal, auch ist die Brust anfangs empfindlich und geschwollen. Diese Symptome kann man aber mit kühlenden Auflagen lindern. Nach zwei bis drei Tagen können die Drainagen entfernt werden, wobei die Fäden erst nach ca. zwei Wochen gezogen werden. Ein Klinikaufenthalt von mind. drei Tagen sollte eingeplant werden. Zusätzlich wird ein speziell stützender BH in den ersten drei bis sechs Wochen rund um die Uhr getragen. Sportliche Aktivitäten oder schweres Heben sollten in den ersten zwei Monaten vermieden werden. Zudem wird angeraten die Brust in den ersten 6 Monaten keiner direkten Sonneneinstrahlung oder Solarien auszusetzen, um unschöner Narbenbildung oder Pigmentveränderungen vorzubeugen.